Ursachen einer Frühgeburt

 

Die Ursachen einer Frühgeburt sind noch nicht vollständig erforscht. Einige Experten sind der Meinung es sei häufig einfach Schicksal, wenn ein Kind zu früh geboren wird.

Andere wiederum stützen sich auf eine Reihe von Symptomen und Erkrankungen der Frau, die zu einer Frühgeburt führen können oder zumindest deren Wahrscheinlichkeit erhöhen.

Die Psyche der schwangeren Frau spielt dabei eine entscheidende Rolle. Starke psychische Belastungen machen den Körper grundsätzlich anfälliger für Infektionen und Krankheiten, die wiederum zu einer Frühgeburt führen können.
Erkrankt die Frau während der Schwangerschaft an einer bakteriellen Scheideninfektion können vorzeitig Wehen ausgelöst werden. Eine solche Infektion kann, wenn sie frühzeitig entdeckt wird, mit Antibiotika behandelt werden. Diese Infektion tritt auf, wenn Erreger durch Geschlechtsverkehr übertragen werden oder die natürliche Scheidenflora nicht im Gleichgewicht ist.

Eine weitere Erkrankung, die eine Frühgeburt hervorrufen kann, ist die Gebärmutterhalsschwäche. Der Gebärmutterhals ist das untere Ende der Gebärmutter. Dieser verlängert sich während einer Schwangerschaft im Normalfall von 2 auf 4 Zentimeter. Dieser Hals mündet in den Muttermund, welcher bis zur Geburt fest verschlossen bleibt. Steht die Geburt an, öffnet sich der Muttermund und der Gebärmutterhals verkürzt sich wieder. Kommt es vor, dass sich der Gebärmutterhals vorzeitig verkürzt öffnet sich der Muttermund ebenfalls frühzeitig. In diesem Fall droht eine Frühgeburt. Diese Gebärmutterhalsschwäche kann die Folge einer vorangegangenen Geburt, einer Operation der Gebärmutter oder eines Schwangerschaftsabbruchs sein und per Ultraschall festgestellt werden.
Eine Störung des Mutterkuchens, auch Plazenta genannt, ist ebenfalls eine Ursache für Frühgeburten. Wenn die Plazenta gestört ist, kann das Baby im Mutterleib nicht richtig ernährt werden. Ursachen für dieses Problem können Bluthochdruck, Schwangerschaftsdiabetes, Schwangerschaftsvergiftung oder Nikotinkonsum sein.
Grundsätzlich steht fest, dass Alkohol- und Nikotinkonsum während der Schwangerschaft das Kind enorm gefährden. In vielerlei Hinsicht kann die Entwicklung des Kindes dadurch gehemmt werden und somit ein hohes Risiko für eine Frühgeburt entstehen.

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